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Thorsten Schäfer-Gümbel in Paderborn |
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Geschrieben von: Administrator
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Freitag, den 07. Mai 2010 um 10:17 Uhr |
Hessischer SPD-Vorsitzender informiert sich im BZM 
Paderborn. Menschen mit psychischen Erkrankungen muss die Rückkehr in ein geregeltes Leben und damit in die Mitte der Gesellschaft ermöglicht werden. Darin waren sich Politiker und Mitarbeiter des BZM einig. Gemeinsam mit dem Landtagskandidaten der SPD, Jonas Wagener, besuchte der hessische SPD-Vorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel das Begleitzentrum Mitarbeit der Sozialpsychiatrischen Initiative Paderborn.
Lothar Tweesmann, Leiter des BZM, stellte ihnen Arbeit und Leitsätze der Einrichtung für berufliche Rehabilitation psychisch kranker und Menschen mit seelischer Behinderung vor. Die SPI verfügt über ein breites Angebot, angefangen von medizinischer Rehabilitation über Einrichtungen der Jugendhilfe, betreutes Wohnen und eine Praxis für Ergotherapie bis hin zu einer Tagesstätte und verschiedene zeitlich befristete Projekte. Auch in Gütersloh bietet die SPI medizinische Rehabilitation, Jugendhilfe und betreutes Wohnen an. „Wir bilden nicht nur aus, sondern wir bilden auch Persönlichkeit, indem wir den Menschen als Ganzes und auf Augenhöhe betrachten“, fasste Lothar Tweesmann den Arbeitsansatz des BZM zusammen. Neben der Eignungsanalyse und der Vermittlung grundsätzlicher Kenntnisse begleiten die Mitarbeiter des BZM sehr erfolgreich junge Menschen auch durch Praktika oder Ausbildung in einen geregelten Arbeitsalltag. „Die Arbeit eines Menschen befriedigt nicht allein seine materiellen Bedürfnisse, in einem tieferen Sinn liefert sie das Maß für seine Gesundheit", lässt sich die Intention mit einem Zitat des Sozialpsychiaters Douglas Bennett zusammen fassen. Nach der Vorstellung der Arbeit des BZM wurden im Gespräch mit den Politikern auch die gesellschaftlichen Ursachen für psychische Erkrankungen diskutiert. Perspektivlosigkeit, Schnelllebigkeit, mangelnde soziale Sicherheiten und die Ökonomisierung von Lebensentwürfen bedrohen Gemeinsinn und Individuum, waren sich alle einig. Jonas Wagener erinnerte in dem Zusammenhang an den Vorstoß der nordrhein-westfälischen Landesvorsitzenden und Spitzenkandidatin der SPD, Hannelore Kraft, die Diskussion über einen sozialen Arbeitsmarkt anzustoßen. Damit einher ginge auch die Frage nach der Wertigkeit von Arbeit, fügte Thorsten Schäfer-Gümbel hinzu. „Letztendlich laufen alle diese Diskussionen auf die eine Frage hinaus: ‚Was für ein soziales Gefüge in unserer Gesellschaft wollen wir für die Zukunft?’“, fasst Schäfer Gümbel zusammen. Weitere Informationen über die SPI gibt es im Internet auf www.spi-paderborn.de.
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